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HHLA-Aktie: schwacher Q1-Beitrag reduziert Ergebnispotenzial 2012 17.05.2012
SRH AlsterResearch
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die HHLA-Aktie (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848) unverändert mit "kaufen" ein.
Die berichteten Ergebnisdaten der HHLA hätten die Erwartungen verfehlt. Lediglich 31,5 Mio. EUR habe die Hafenlogistik auf EBIT-Ebene verdient, ein Rückgang um 23% zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr bestehe aufgrund des schwachen Auftaktquartals nunmehr die Aussicht, allenfalls auf eine sehr geringe Ergebnissteigerung. Habe das Management gemäß der bisherigen Zielformulierungen für 2012 ein EBIT in der Größenordnung von 205 Mio. EUR angestrebt, so liege die reduzierte Mindestmarke für das EBIT im Bereich von 188 Mio. EUR (einschließlich Teilkonzern-Immobilien bei 200 Mio. EUR).
Nachdem das Q1-EBIT hinter der Analystenschätzung von 37,5 Mio. EUR zurückgeblieben sei (Konsenserwartung habe noch höher), würden die Analysten die Prognose für das Gesamtjahr von bisher 202 Mio. EUR auf 192 Mio. EUR senken, womit gegenüber dem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis des Vorjahres eine nur noch sehr verflachte Steigerung erzielt würde.
Das Management habe Ende März Signale ausgesandt, nach denen das laufende Geschäftsjahr in eine weniger dynamische erste Hälfte und einen stärkeren Aufwärtstrend in Q3 und Q4 einzuteilen sei. In der Projektion sei zu berücksichtigen gewesen, dass die gehäuften Anläufe der Mega-Vessels (New Panmax) zu starken Schwankungen des Kapazitätsbedarfs führen würden, was ohne vollends modifizierte, flexibilisierte Abläufe in der Arbeitsorganisation zu erheblichem Mehraufwand führe. Die bis zum Fahrrinnenausbau zusätzlich erschwerte Navigation auf der Elbe verschärfe die Kosteneffizienz-Problematik.
Das Umfeld hinsichtlich der Containerumschlagsmengen werde derzeit als verhalten beschrieben. Zudem stehe die desaströse Ergebnissituation der Linienverkehre momentan jeglicher Erhöhung der Tarife entgegen. Diese Faktoren würden wenig Neuigkeitsgehalt aufweisen. Und doch habe sich letztlich auch das Management über die Performance im Segment Container enttäuscht gezeigt. Diese Unzufriedenheit habe der Vorstand mit einer "EBIT-Lücke" von 10 Mio. EUR quantifiziert. Die Berichtsdaten der schienengebundenen Verkehre und in Teilen des Segments Logistik seien dagegen erfreulich ausgefallen.
Einzugestehen habe der Vorstand, Aspekte der am Buchardkai, dem größten Containerterminal der HHLA, bei laufendem Betrieb schrittweise erfolgenden Transformation unterschätzt zu haben. Die Verdoppelung der Kapazität von 2,8 Mio. (2004) auf künftig 5 Mio. TEU habe im 1. Quartal eine entscheidende Projektstufe erklommen. Traditionelles Handling und vollautomatisierte Prozesse würden fortan für mehrere Jahre parallel laufen. Hürden, die bei der Anpassung der Beschäftigten über Umschulungen und Trainingsmaßnahmen genommen werden müssten, bestünden in besonderem Maße auf mentaler Ebene.
Andere Häfen, so in Nordamerika, würden sich an Innovationssprünge, wie sie zur Abfertigung von Mega-Vessels mit einer Flexibilisierung der Abläufe nötig seien, nicht herantrauen. Ein automatisierter Betrieb sei dort im Übrigen kein Thema, da keine entsprechende Notwendigkeit zur Kompensation von Flächenknappheit bestehe. Beim Einläuten des Parallelbetriebs am Burchardkai sei jener Mehraufwand nötig geworden, der die für das Q1 berichteten Erfolgsdaten und die bei einem antizipierten Verlauf eingefahrenen Ergebnisse voneinander trenne.
Einige der Produktivitätsbeeinträchtigungen des Q1 hätten Einmaligkeitscharakter, andere seien temporär bis zur Vollendung der Fahrrinnenanpassung. Selbst da mit der Konsolidierung der Liniendienste in Form neuer Allianzen schon wieder eine neue Herausforderung auf Hafenbetreiber zukomme, gehe man für die Terminals der HHLA in Hamburg fest von einem sehr erfreulichen Newsflow aus. Die Ergebnisqualität werde quartalsweise besser, teilweise sprungartig.
Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen das "kaufen"-Anlageurteil für die HHLA-Aktie, senken jedoch aufgrund der mit dem schwachen Q1-Beitrag verflachten Ergebnisambition für 2012 das Kursziel von 40 EUR auf 35 EUR. Der Verkehrsinfrastruktur-Titel biete ein hohes Maß sowohl an Dynamik wie substanzgebundener Sicherheit. (Analyse vom 16.05.2012) (17.05.2012/ac/a/d)
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